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Theaterprojekt

 „Die war nicht so!“ ist ein professionell inszeniertes Präventions- und Bildungsangebot, das sich mit traditionellen Geschlechterrollen sowie mit Formen geschlechtsspezifischer und sexualisierter Gewalt gegen Frauen und Mädchen auseinandersetzt.

Ziel des Projekts ist es, insbesondere bei jungen Menschen Reflexionsprozesse anzuregen, stereotype Rollenbilder kritisch zu hinterfragen und für die Entstehungsbedingungen sowie Dynamiken von Gewalt zu sensibilisieren.

Inhalt des Theaterprojektes

Im Zentrum des Theaterstücks steht die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Normen, Wertvorstellungen und Identitätsfragen in einer pluralen Lebenswelt. Dabei werden gruppendynamische Prozesse und Machtverhältnisse sichtbar gemacht, die insbesondere im Kontext von Männlichkeitsbildern und sogenannten Ehrvorstellungen eine Rolle spielen können. Die Inszenierung greift diese Themen differenziert auf, ohne pauschale Zuschreibungen vorzunehmen, und eröffnet einen Raum für eine kritische und respektvolle Auseinandersetzung.


Die Handlung folgt einer eskalierenden Gruppendynamik, in deren Verlauf ein gemeinsamer Ausflug tragisch endet. In der anschließenden Rückbetrachtung werden die Ereignisse aufgearbeitet und die zugrunde liegenden Konflikt- und Gewaltmechanismen analysiert. Dabei liegt der Fokus nicht auf der Bewertung einzelner Personen oder kultureller Hintergründe, sondern auf dem Verständnis von Prozessen, die zu Gewalt führen können.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die theaterpädagogische Nachbereitung: Im Anschluss an die Aufführung findet ein moderiertes Nachgespräch statt, das den Teilnehmenden die Möglichkeit bietet, Eindrücke zu reflektieren, eigene Perspektiven einzubringen und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Konflikten und Grenzverletzungen zu entwickeln.

Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass häusliche und geschlechtsspezifische Gewalt ein gesamtgesellschaftliches Phänomen ist und nicht auf einzelne kulturelle Gruppen reduziert werden kann. Das Projekt greift diese Perspektive auf und leistet einen Beitrag zur Sensibilisierung, Prävention und Enttabuisierung von Gewalt.


Die Inszenierung wurde von einem professionellen Ensemble umgesetzt. Die schauspielerische Leistung sowie die inhaltliche Dichte des Stücks wurden unter anderem von Herbert Enge (Theaterpädagogik, Thalia Theater Hamburg) als fachlich relevant und künstlerisch überzeugend hervorgehoben.

Schauspieler*innen: 

Katharina Ritmeier Navid,

Altamasch Noor Sergej,

David Mullikas Zahra,

Natascha Pavia,

Mia / Spielleitung Olaf Bublay

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